logohsg

Anläss­lich der Ver­ab­schie­dung der Ziel- und Leis­tungs­ver­ein­ba­run­gen (ZLV) zwi­schen Land und Hoch­schul­lei­tun­gen kri­ti­sie­ren die Juso-Hoch­schul­grup­pen Thü­rin­gen das Zustan­de­kom­men der Ergeb­nisse. Dabei geht es zum einen um den vor­herr­schen­den Dis­kurs sowie um Bestand­teile der ZLV.

In der aktu­el­len Debatte begrü­ßen die Juso-Hoch­schul­grup­pen Thü­rin­gen die Anstren­gun­gen des Thü­rin­ger Minis­te­ri­ums für Bil­dung, Wis­sen­schaft und Kul­tur (TMBWK) trotz sin­ken­dem Lan­des­haus­halt, den Hoch­schu­len wesent­lich höhere finan­zi­elle Mit­tel zukom­men zu las­sen. Es ist jedoch nicht hin­nehm­bar, dass die poli­tisch gewoll­ten und zu begrü­ßen­den Tarif­lohn­er­hö­hun­gen der Mitarbeiter*innen von jähr­lich 3% nicht durch das Land gegen­fi­nan­ziert wer­den. „An die­ser Stelle erwar­ten wir Kor­rek­tu­ren von Sei­ten des Minis­te­ri­ums! Die Hoch­schu­len dür­fen mit dem finan­zi­el­len Mehr­auf­wand durch die Tarif­lohn­er­hö­hung nicht im Regen ste­hen gelas­sen wer­den“, so der Juso-Hoch­schul­grup­pen Koor­di­na­tor Tim Kappelt.

Die nicht Bereit­stel­lung führe zwar unwei­ger­lich zu einem Loch in den Kas­sen der Thü­rin­ger Hoch­schu­len, aller­dings nicht in einem so dras­ti­schen Umfang wie von man­cher Stelle behaup­te­ten „10 % Kür­zun­gen“. Diese selbst auf­er­leg­ten Ein­spa­run­gen von Sei­ten der Rektor*innen sind will­kür­lich gewählt und sol­len schein­bar für finan­zi­elle Spiel­räume in der Zukunfts­ge­stal­tung sor­gen. Die Wei­ter­gabe die­ser Spar­vor­ha­ben an die Fakul­tä­ten zeugt nicht von einem wohl über­leg­ten Kon­zept im Sinne einer Pro­fil­schär­fung. Viel­mehr ver­hin­dern das Vor­ge­hen nach dem „Rasen­mä­her-Prin­zip“ eine lang­fris­tige Stra­te­gie und Aus­rich­tung der Hochschulen.

Kap­pelt for­dert für das zukünf­tige Vor­ge­hen, „dass die Thü­rin­ger Stu­die­ren­den aktiv in die Ver­hand­lun­gen ein­ge­bun­den wer­den müs­sen! Dafür for­dern wir eine trans­pa­rente Dar­le­gung der Posi­tion, Vor­ha­ben und Beschlüsse der Ver­hand­lungs­part­ner durch das Rek­to­rat wäh­rend der Ver­hand­lun­gen“. Anders kann eine Dis­kus­sion auf Augen­höhe nicht statt­fin­den. Im Gegen­teil, die Stu­die­ren­den wer­den vor voll­endete Tat­sa­chen gestellt und somit an einer Mit­ge­stal­tung des uni­ver­si­tä­ren Umfelds gehindert.

Wir wer­ben für eine ergeb­nis­ori­en­tier­ten Dia­log, der die Stim­men der Stu­die­ren­den kon­struk­tiv ein­bin­det. Anlass dafür bie­tet die zweite, in die­sem Rah­men statt­fin­dende, Podi­ums­dis­kus­sion „Hat Bil­dung in Thü­rin­gen noch Zukunft“, die am heu­ti­gen Diens­tag um 20Uhr statt­fin­det. Ver­an­stal­tungs­ort ist der Hör­saal 5 im Lehr­ge­bäude 2 der Uni­ver­si­tät Erfurt. Die Juso-Hoch­schul­grup­pen Erfurt/Jena/Weimar hof­fen auf eine kri­ti­sche und dif­fe­ren­zierte Aus­ein­an­der­set­zung aller Beteiligten.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.