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Was haben Dis­kurse zu Erneu­er­ba­ren Ener­gien, Schön­heits­idea­len und der Geschichte der Arbeiter_innenbewegung gemein­sam? Rich­tig! Die Jusos Thü­rin­gen beschäf­tig­ten sich zum tra­di­tio­nel­len Auf­takt­wan­dern des Lan­des­ver­ban­des Anfang Januar in Gieß­übel gleich mit allen drei The­men auf ein­mal. Kam es auf der acht Kilo­me­ter lan­gen Stre­cke durch den ver­schnei­ten Thü­rin­ger Wald noch auf die kör­per­li­che Ver­fas­sung an, war im Anschluss die geis­tige gefragt.

Ist das Erneu­er­bare-Ener­gien-Gesetz (EEG) wirk­lich der Preis­trei­ber beim Strom? Klar gewor­den ist, dass die in die­sem Jahr in Kraft getre­tene Erhö­hung der EEG-Umlage zu 23 auf die Aus­wüchse der Befrei­ung und der Aus­nah­men der Umlage zurück­zu­füh­ren sind. Nur 13 ist mit dem Aus­bau neuer Kapa­zi­tä­ten im Bereich der erneu­er­ba­ren Ener­gien begründ­bar. Wir brau­chen Ideen, wie die Aus­nah­me­re­ge­lun­gen für große Indus­trie­un­ter­neh­men zurück­ge­fah­ren wer­den kön­nen, damit nicht mehr nur der End­ver­brau­cher von der EEG-Umlage belas­tet wird.

Apro­pos Belas­tung: nervt es euch nicht auch, dass Schön­heits­ideale zum Groß­teil gesell­schaft­lich und medial defi­niert wer­den? Uns schon! Zeit, sich in einem Work­shop damit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Was ist eigent­lich nor­mal? Schön­heit bleibt Ansichts­sa­che und damit sub­jek­tiv und belie­big. Fakt ist, dass das 90–60-90 durch Medien und Gesell­schaft geprägt ist. Dass die meis­ten Men­schen vom „Nor­mal­maß“ abwei­chen, ist eine Tat­sa­che. Wenn Men­schen so ver­schie­den sind, müs­sen Ideale rela­ti­viert wer­den. Das könnte hei­ßen: (Selbst-)Verpflichtung der Medien, dar­auf zu ach­ten und dabei ver­stärkt mit dem Verbraucher_innenschutz zusammenzuarbeiten.

Und weil wir gerade bei Belas­tun­gen waren: ja das ist die SPD manch­mal auch. In die­sem Jahr fei­ert die SPD, fei­ern wir 150 Jahre Sozi­al­de­mo­kra­tie! Weiß eigent­lich jemand, wie alt die Jusos sind? 1914 gin­gen wir aus der „Jugend­sek­tion“ des „Sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Ver­eins Mün­chen“ her­vor. Diese Jugend­sek­tion sollte junge Arbeiter_innen orga­ni­sie­ren und wei­ter­bil­den. Die Jungsozialist_innen waren damit wich­ti­ger Bau­stein zwi­schen der Arbeiter_innenbewegung und den Par­tei­struk­tu­ren der SPD. Dabei sind die Jusos nicht die ange­passte Jugend­or­ga­ni­sa­tion der Mut­ter­par­tei son­dern ein lin­ker Rich­tungs­ver­band, der die inhalt­li­che Arbeit der SPD kri­tisch und kon­struk­tiv begleitet.

Nach so viel kör­per­li­cher Fit­ness und inhalt­li­chem Input kann das Wahl­jahr 2013 star­ten. Und eines steht jetzt schon fest: Gieß­übel 2014 – wir kommen!

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