Stu­die­ren am Limit – unsere hoch­schul­po­li­ti­sche Kampagne

Weg­ge­fal­lene Neben­jobs, feh­lende Finanz­hil­fen vom Staat, geschlos­sene Biblio­the­ken, über­for­derte Hoch­schu­len – die meis­ten Stu­die­ren­den haben es seit einem knap­pen Jahr alles andere als leicht. Die exis­ten­ti­el­len Pro­bleme wer­den aber häu­fig ent­we­der nicht gehört oder nicht ernst genommen.

Das wol­len wir ändern und in den nächs­ten Wochen mit unse­rer Kam­pa­gne zuhö­ren, dis­ku­tie­ren und uns vor allem soli­da­risch zeigen!

 


Mon­tag 15.02.2021

Inter­view 3 // Anonym

Die ant­wor­tende Per­son möchte uner­kannt bleiben. 

Wann hast du die Über­brü­ckungs­hilfe des BMBF erst­mals bean­tragt und wie ist die Bean­tra­gung abgelaufen?

„Ich habe die Über­brü­ckungs­hilfe des BMBF zum ers­ten Mal im Okto­ber 2020 bean­tragt. Die Bean­tra­gung lief sehr ein­fach ab. Der Antrag zur Über­brü­ckungs­hilfe kann aus­schließ­lich online auf einer eigens dafür erstell­ten Web­site gestellt wer­den. Neben den all­ge­mei­nen Infos zu mei­ner Per­son wie z.B. Geburts­da­tum, Adresse usw. musste ich zur ein­deu­ti­gen Iden­ti­fi­zie­rung einige Fotos, wo mein Gesicht zu sehen ist, auf­neh­men und hoch­la­den. Sonst benö­tigte ich für den Antrag eigent­lich nur noch die Kon­to­aus­züge mei­nes Giro­kon­tos der letz­ten 90 Tage, eine aktu­elle Imma­tri­ku­la­ti­ons­be­schei­ni­gung. sowie eine schrift­li­che Erklä­rung, warum ich mich in einer finan­zi­el­len Not­lage gerade befinde.“

 

Wel­che posi­ti­ven Erfah­run­gen hast du mit der Über­brü­ckungs­hilfe gemacht?

„Die Bean­tra­gung ist aus mei­ner Sicht sehr unkom­pli­ziert. Wie gerade beschrie­ben sind alle nöti­gen Unter­la­gen und Nach­weise schnell zu beschaf­fen. Über­rascht war ich über die schnelle Bear­bei­tung mei­nes Antra­ges. Zwei Tage, nach­dem ich ihn gestellt habe, bekam ich schon eine posi­tive Ant­wort. Einen wei­te­ren Tag spä­ter war das Geld auf mei­nem Konto.“

 

Wo besteht Verbesserungsbedarf?

„Ver­bes­se­rungs­be­darf besteht bei der Rege­lung, dass wenn man einen bestimm­ten Betrag auf dem Konto hat, nicht mehr die vol­len 500 Euro erhal­ten kann, son­dern weni­ger. Bei­spiels­weise wenn du gerade 400 Euro auf dei­nem Konto hast, kannst du nur einen Antrag für 100 Euro Über­brü­ckungs­hilfe stel­len. Stu­die­rende, die in der Pan­de­mie unver­schul­det in finan­zi­elle Not gera­ten sind und der­zeit gar keine Ein­nah­men haben, soll­ten nicht, weil sie sich noch ein paar Euro auf einem Konto hin­ter­legt haben, benach­tei­ligt wer­den. Des Wei­te­ren sind in Städ­ten mit hohen Mie­ten wie Mün­chen oder Ham­burg selbst die 500 Euro zu wenig. Aus den­sel­ben Grün­den müsste aus mei­ner Sicht die Inkom­pa­ti­bi­li­tät von meh­re­ren unter­schied­li­chen „Über­brü­ckungs­hil­fen“ über­dacht wer­den. So ist es bei­spiels­weise nicht mög­lich die Über­brü­ckungs­hilfe des BMBF und die Über­brü­ckungs­hilfe des Thü­rin­ger Stu­die­ren­den­wer­kes (höchs­tens 800 Euro wovon 400 Euro ein Dar­le­hen sind und 400 Euro nicht zurück­ge­zahlt wer­den müs­sen) für den glei­chen Monat zu beantragen“

 

Was wür­dest du unse­rer Bil­dungs­mi­nis­te­rin Frau Anja Kar­li­c­zek per­sön­lich sagen, wenn du die Mög­lich­keit hättest?

„Viele Stu­die­rende sind in der Pan­de­mie unver­schul­det [in eine finan­zi­elle Not gera­ten]. Ich würde mir wün­schen, dass die Stu­die­ren­den in den Run­den der Bun­des­kanz­le­rin mit den 16 Minis­ter­prä­si­den­ten und Minis­ter­prä­si­den­tin­nen eine grö­ßere Rolle spie­len und dass die Unter­stüt­zun­gen, die es gibt, öffent­lich­keits­wirk­sam bes­ser kom­mu­ni­ziert wer­den. Ich glaube, viele Stu­die­rende wis­sen gar nicht, wel­che Unter­stüt­zun­gen sie in Anspruch neh­men können.“

 


Mon­tag 08.02.2021
19:00 bis 19:30 Uhr

Insta-Live “Stu­die­ren am Limit: Wie wei­ter nach der Pandemie?“

mit Anna­belle Neis, Lan­de­ko­or­di­na­to­rin der Juso-Hoch­schul­grup­pen Thüringen
und Ben­ja­min Weiss, Bun­des­vor­stands­mit­glied der Juso-Hochschulgruppen

» auf unse­rem Insta­gram-Account

 


Mitt­woch 10.02.2021

Inter­view 1 // Lea Zuliani

» in unse­rer Story auf Insta­gram und Face­book

 


Sams­tag 13.02.2021

Inter­view 2 // Selina Hartung

» in unse­rer Story auf Insta­gram und Face­book

 


Diens­tag 16.02.2021
18:30 bis 20:00 Uhr

Semi­nar // #stu­die­renam­li­mit: Arm trotz BAföG mit Ulrike Bahr, MdB

» Hier geht’s zur Anmeldung

In den meis­ten deut­schen Stu­di­en­or­ten liegt der BAföG-Höchst­satz 2020 immer noch unter­halb der Armuts­grenze. Weg­fal­lende Neben­jobs ver­schlim­mern die finan­zi­elle Lage von Stu­die­ren­den wäh­rend der Pan­de­mie erheb­lich. Kön­nen Über­brü­ckungs­hil­fen und KfW-Kre­dite dies annä­hernd kom­pen­sie­ren? Wel­che Chan­cen wur­den bei der BAföG-Novelle 2019 ver­tan? Sind die vor­ge­nom­men Maß­nah­men der Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin über­haupt ziel­füh­rend? Wie kön­nen wir kön­nen unser Hoch­schul­we­sen end­lich soli­da­risch und gerecht für alle gestalten?

Über diese Fra­gen wer­den wir gemein­sam mit unse­rer Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ulrike Bahr dis­ku­tie­ren, die u.a. im Aus­schuss für Bil­dung, For­schung und Tech­nik­fol­gen­ab­schät­zung sitzt und uns einen ent­spre­chen­den Ein­blick in das aktu­elle poli­ti­sche Gesche­hen geben kann.

 


Frei­tag 19.02.2021

Inter­view 4 // Alex­an­der Kohlmeier

» in unse­rer Story auf Insta­gram und Face­book

 


Mon­tag 22.02.2021

Inter­view 5 // Leo­nie Jandrasits

» in unse­rer Story auf Insta­gram und Face­book

 


Mitt­woch 24.02.2021
16:00 bis 17:30 Uhr

Semi­nar // #stu­die­renam­li­mit: Digi­tale Lehre und leere Geld­beu­tel – Ein Resü­mee und Ausblick

mit Cars­ten Fel­ler, Thü­rin­ger Staats­se­kre­tär Wis­sen­schaft und Hochschulen

 


Frei­tag 26.02.2021

Inter­view 6 // Han­nah Schneider

» in unse­rer Story auf Insta­gram und Face­book

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