Lie­ber­knecht lässt Gemeinde Cra­win­kel im Regen ste­hen und hält wei­ter Sonntagsreden.

Nur durch einen finan­zi­el­len Kraft­akt ist es der Gemeinde Cra­win­kel gelun­gen, eine wei­tere Nazi­im­mo­bi­lie in Thü­rin­gen zu ver­hin­dern. Auf­grund feh­len­der Sen­si­bi­li­tät der Behör­den muss­ten von dem klei­nen Ört­chen 120.000 Euro, bei einem Gesamt­in­ves­ti­ti­ons­haus­halt von 600.000 Euro im Jahr 2011, auf­ge­bracht werden.

Mar­kus Giebe, Lan­des­vor­sit­zen­der der Jusos Thü­rin­gen kri­ti­siert das Nicht­han­deln der Minis­ter­prä­si­den­tin Chris­tine Lie­ber­knecht scharf: „Frau Lie­ber­knecht hat vor ein paar Mona­ten keine Kamera unge­nutzt gelas­sen, um ihr Enga­ge­ment und Umden­ken im Kampf gegen Rechts­ex­tre­mis­mus zu beto­nen. Jetzt, wo ihre Hilfe in Form von finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung für die Gemeinde Cra­win­kel gebraucht wird, bleibt sie stumm.“

Aus Sicht des SPD-Nach­wuch­ses muss gerade in klei­ne­ren Thü­rin­ger Orten mit hoher Auf­merk­sam­keit der Kauf und Ver­kauf von Immo­bi­lien beob­ach­tet wer­den, da es mit Sicher­heit nicht der letzte Ver­such der rechts­ex­tre­men Szene blei­ben wird. „Wir brau­chen ein Früh­warn­sys­tem für sol­che Fälle, denn nicht über­all besteht ein Vor­kaufs­recht der Gemeinde. Neue Nazi­häu­ser wären ein erneu­tes Ver­sa­gen der Zivil­ge­sell­schaft, wel­ches wir unbe­dingt auch mit Hilfe des Lan­des ver­hin­dern müs­sen. In Cra­win­kel kann Frau Lie­ber­knecht zei­gen, dass nie­mand im Regen steht, wenn er sich gegen Rechts­ex­treme wehrt“, appel­liert Giebe abschließend.

 

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