Die Jusos Thü­rin­gen sehen sich durch Neurowissenschaftler*innen aus Jena bestä­tigt: Die Ver­wen­dung gen­der­ge­rech­ter Spra­che führt zu einer ver­bes­ser­ten Wahr­neh­mung und för­dert die Fähig­keit zu Perspektivwechseln.

Zu die­sem Ergeb­nis waren Forscher*innen aus Jena gekom­men, nach­dem sie im Rah­men einer groß ange­leg­ten Stu­die über 1000 poli­tisch aktive Men­schen im MRT unter­such­ten:  Wäh­rend bei gen­der­neu­tra­ler Spra­che eine deut­li­che Zunahme der Gehirn­ak­ti­vi­tät zu ver­zeich­nen war, sei bei tra­di­tio­nel­lem Spre­chen kaum eine Ver­än­de­rung zu bemer­ken gewe­sen. Männ­lich-domi­nan­tes Rede­ver­hal­ten redu­zierte sie sogar auf Null.

„Wir freuen uns natür­lich, dass reflek­tier­tes Den­ken gesund­heit­li­che Vor­teile mit sich bringt“, sagte dazu Saskia Sche­ler, Landesvorsitzende*r der Jusos Thü­rin­gen. „Aber ent­schei­dend für uns ist, dass wir es über eine gen­der­neu­trale Spra­che tat­säch­lich schaf­fen, unsere Gesell­schaft viel­sei­ti­ger und gleich­be­rech­tigt zu gestalten.“

Die Forscher*innengruppe am Insti­tut für Neu­ro­wis­sen­schaft­li­che Sta­tis­tik in Jena beschäf­tigt sich bereits seit 2005 mit dem Ein­fluss poli­ti­schen Den­kens auf die Gehirn­ak­ti­vi­tät. Auf­merk­sam­keit erregte das Insti­tut im ver­gan­ge­nen Jahr mit dem Nach­weis zuneh­men­der Demenz unter Ein­fluss von AfD-Reden.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte die Buchstaben des captcha Bildes im Eingabefeld eintippen

Please type the characters of this captcha image in the input box