Anlässlich des 101. Jahrestages des internationalen Frauentages erneuern die Jusos Thüringen ihre Forderung nach Beseitigung bestehender Diskriminierungen von Frauen.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung ignoriert Benachteiligungen sowohl im Alltag aber gerade auch im Berufsleben. Vor allem in den Bereichen von Weiterbildung und Berufsaufstieg genießen Männer oft Privilegien.

Markus Giebe, Landesvorsitzender der Jusos Thüringen, fordert daher, Thüringen zum positiven Beispiel für gelingende Gleichstellung in Deutschland zu machen: „Die Forderung nach einer Frauenquote in Vorständen und Aufsichtsräten ist richtig, aber die Umsetzung leider mit der derzeitigen Bundesregierung nicht möglich. Wir haben aber die Chance, einen anderen Weg in Thüringen zu gehen und den Anteil von Frauen in Führungspositionen in der öffentlichen Verwaltung zu erhöhen. Damit können wir ein deutliches Signal für Gleichstellung setzen.“

Schon heute sind die öffentlichen Verwaltungen eher weiblich geprägt, aber gerade Führungspositionen sind selten von ihnen besetzt, wie die geringe Zahl an Abteilungsleiterinnen zeigt. Folge dieser offensichtlichen Fehlentwicklung sind geringere Einkommen und eine stärkere Abhängigkeit vom familiären Zweiteinkommen.

„Sowohl die Mitglieder der Thüringer Landesregierung als auch Landräte und Oberbürgermeister müssen schleunigst Konzepte entwickeln, wie sie den Frauenanteil in Führungspositionen der öffentlichen Verwaltung mittelfristig erhöhen wollen. Die reale Umsetzung von Frauenquoten beginnt vor der eigenen Haustür“, unterstreicht Giebe die Forderung des sozialdemokratischen Nachwuchses.