Klimakrise, Pandemie, Bildungsungerechtigkeit, Rechtsruck und Rassismus: Vor allem junge Menschen werden in der Zukunft die Versäumnisse der aktuellen politischen Entscheidungsträger:innen zu spüren bekommen. Daher fordern die Jugendverbände linksjugend [‘solid] Thüringen, Jusos Thüringen und Grüne Jugend Thüringen die Einführung eines Wahlalters 16 bei den Wahlen zum Thüringer Landtag und starten eine entsprechende Kampagne mit dem Titel “Gemeinsam für 16!”.
Dazu erklärt Oleg Shevchenko, Landesvorsitzender der Jusos Thüringen: Junge Menschen leiden unter der Pandemie besonders. Die Jugendarbeit war stellenweise komplett eingestellt und die Sozialeinrichtungen geschlossen. Die Bildungsungerechtigkeit hat sich deutlich verschärft und der psychische Druck nimmt immer mehr zu. Jungen Menschen ab 16 das Wahlrecht zu verwehren ist ignorant.”
Es gibt ein Recht auf Zukunft, wie das Bundesverfassungsgericht im Mai nun auch juristisch klargestellt hat. Junge Menschen und nachkommende Generationen werden gezwungen sein, in einer Welt zu leben, in der Klimakatastrophen, Ressourcenknappheit und massive Umweltschäden Alltag sind. 
Dazu stellt Karoline Jobst, Sprecherin der Grünen Jugend Thüringen, fest: “Viele von denen, die am längsten vom Klimawandel betroffen sein werden, sind heute noch nicht einmal wahlberechtigt. Sie wissen, was auf sie zukommen wird. Sie sind engagierte, motivierte und interessierte junge Menschen, die politisch aktiv sind und die Welt und ihre Zukunft mitgestalten wollen. Das wird ihnen jedoch verwehrt. Seit mehr als zwei Jahren gehen wöchentlich junge Menschen deutschlandweit auf die Straßen und kämpfen für Klimagerechtigkeit.”
“Deswegen kämpfen wir dafür, dass Menschen, die unter dem Versagen der aktuellen Politik leiden und leiden werden, endlich in der Wahlkabine über ihre Zukunft mitentscheiden können. Wir fordern daher die demokratischen Fraktionen im Landtag dazu auf zeitnah eine entsprechende Änderung der Thüringer Verfassung vorzunehmen.”, so Kathrin Nartschinski, Landessprecherin der linksjugend [‘solid] Thüringen abschließend.
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