Die Jusos Thüringen sind über den Plan der CDU empört, den Abgeordneten Peter Krause am Freitag, den 27.Februar 2009, zum Vorsitzenden des Ausschusses für Wissenschaft, Kunst und Medien im Thüringer Landtag zu wählen.

Peter Metz, Landesvorsitzender der Jusos Thüringen, erklärt: „Bei den Jusos löst eine mögliche Wahl Krauses lediglich Unverständnis aus. Ein Nationalkonservativer an exponierter Stelle im Freistaat, verbreitet Furcht und Schrecken.“ Peter Krause war mehrfach publizistisch für die Tageszeitung „Junge Freiheit“, sowie für die Zeitschriften „Etappe“ und „Ostpreußenblatt“ tätig. Diese Zeitungen finden sich allesamt am rechten Rand der Medienlandschaft wieder, im Graubereich zwischen Rechtskonservatismus und offenem Rechtsextremismus. Höhepunkte der publizistischen Tätigkeit Krauses waren das mit unterschwelliger Sympathie geführte Interview mit Horst Mahler, einem bekennenden Rechtsradikalen und Antisemiten in der „Jungen Freiheit“ und der kokettierende Abdruck eines Artikels Krauses neben einer lateinischen Version des Horst-Wessels-Lieds in der „Etappe“.

Die aus dieser publizistischen Beschäftigung Krauses resultierenden massiven Proteste demokratischer Parteien und gesellschaftlicher Initiativen, hatten Dieter Althaus im letzten Jahr gezwungen von der Ernennung Peter Krauses zum Kultusminister abzusehen.

Peter Metz abschließend: „Die CDU scheint diese Proteste neun Monate später einfach übergehen zu wollen. Wir Jusos hingegen schließen uns dem Bündnis aus SPD, Die LINKE, Grüne, DGB, KTS und vieler weiterer Akteure gegen eine Wahl Krauses zum Ausschussvorsitzenden an.“