Der „Aktionsrat Bildung“ veröffentlichte am 15. März sein Jahresgutachten 2009 zum Stand des Bildungssystems in Deutschland. 

Dazu stellt die Stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Jusos Thüringen, Virginie Klemm, fest: „Die Studie macht deutlich, dass Thüringen mit an letzter Stelle in der Bildungspolitik steht. Zudem zeigt sich, dass Jungs im Bildungssystem immer stärker den Anschluss verlieren. Es wird einem erneut vor Augen geführt, dass es in unseren Bildungseinrichtungen nicht einmal einen Hauch Chancengleichheit gibt. Schuld an diesem Missstand ist auch die CDU-Landesregierung. Wir müssen Bildung aber endlich sozial gestalten.“ 

Für falsch halten die Jusos hingegen die Empfehlungen des „Aktionsrat Bildung“, wie die bildungspolitische Sprecherin Klemm unterstreicht: 

„Mir ist unverständlich, wie der Aktionsrat auf der Basis seiner Ergebnisse ein privatisiertes zweigliedriges Schulsystem fordern kann. Dieser Ansatz befindet sich in entgegen gesetzter Richtung zur Lösung der Misere. 

Es ist offensichtlich, dass das gegliederte Schulsystem reformbedürftig ist. Das Land Thüringen benötigt die staatlich finanzierte und gut organisierte Gesamtschule für alle Kinder und Jugendlichen.“ 

Bestätigt sehen sich die Jusos Thüringen durch die aktuelle Thüringenumfrage von Infratest Dimap. Laut den veröffentlichten Zahlen fordern 70% der Thüringer Bevölkerung ein gemeinsames Lernen bis zur 8. Klasse. 

„Es ist hier, wie an vielen anderen Stellen: Der Wille der Bürger/innen ist keine Orientierung für die Politik der CDU-Landesregierung. 

Die Althaus-Regierung hat in den vergangenen Jahren in keiner Form der Selektion in der Bildung entgegen gewirkt. Stattdessen wurde die Oberstufenreform gegen Bedenken und Widerstände durchgesetzt und führte dadurch zur Abschaffung der Bildungsvielfalt.“ meint Virginie Klemm abschließend.