Jusos Thüringen

Sexualisierte Gewalt ist Alltag – Jusos Thüringen fordern Beratungs- und Unterstützungsangebote für Betroffene im Freistaat

Anlässlich des Aktionstags gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 14. Februar, fordern die Jusos Thüringen flächendeckende Beratungsstellen für Betroffene von sexualisierter Gewalt.

 „In Thüringen gibt es kaum Fachberatungsangebote für Betroffene von sexualisierter Gewalt – im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern. Die bestehenden Beratungsangebote, die sich gezielt an Betroffene häuslicher Gewalt richten, können nicht zusätzlich die hohe Fallzahl sexualisierter Gewalt abfangen. Mein Appell richtet sich daher an Sozialministerin Heike Werner, für ausreichend flächendeckende Beratungs- und Unterstützungsangebote für Betroffene sexualisierter Gewalt zu sorgen“, fordert Saskia Scheler, Vorsitzende der Jusos Thüringen.

 „Absurderweise ist das Thema sexualisierte Gewalt erst seit der Kölner Silvesternacht in der Öffentlichkeit sehr präsent. Dabei sind Belästigungen, Nötigungen und sexualisierte Gewalt für viele Frauen Alltag – und zwar schon immer und nicht erst seit Silvester. Es ist umso wichtiger, dass wir schnell auch in Thüringen bessere Beratungs- und Unterstützungsangebote schaffen“, so Scheler weiter. Oftmals ist die sexualisierte Gewalt dabei erst der Anfang eines längeren Martyriums. So wird der Person, die sexualisierte Gewalt erfahren hat, oftmals eine Mitschuld an dem Vergehen gegeben. Daher ist für die Betroffenen und auch für deren Angehörige eine Anlaufstelle, an die sie sich wenden können, dringend notwendig.

 Ausreichend Beratungsstellen für Betroffene sexualisierter Gewalt sind nach Meinung der SPD-Jugendorganisation auch für die Thüringer Polizei und damit für das zuständige Innenministerium von Holger Poppenhäger eine absolute Notwendigkeit.

„Immer wieder berichten Betroffene von einer fehlenden Sensibilisierung bei Polizeibeamtinnen und -beamten. Auf der anderen Seite hat die Thüringer Polizei nach der Aufnahme einer Anzeige oder einer Zeugenvernehmung keine adäquate Weitervemittlungsmöglichkeit, damit die Betroffenen nach der Anzeige nicht allein gelassen werden. Gezielte Beratungsstellen für Betroffene von sexualisierter Gewalt könnten diesen Mangel abfangen und zusätzlich in die Polizeiausbildung einbezogen werden, um die Polizistinnen und Polizisten auf einen sensiblen Umgang mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt vorzubereiten“, so Scheler abschließend.

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