„Hoch­schu­len und Län­der brau­chen zeit­nah eine unkom­pli­zierte Stra­te­gie, wie auf­grund der Pan­de­mie mit dem Aus­fall von Hoch­schul­lehre umge­gan­gen wird. Das Kon­zept Sem­Flex-Modell leh­nen wir ab.“ Oleg Shev­chenko, Vor­sit­zen­der der Jusos Thü­rin­gen, reagiert so auf das ges­tern vom Thü­rin­ger Wis­sen­schafts­mi­nis­ter vor­ge­stellte Modell.

Eine bun­des­weite Lösung müsse her, die auf die aktu­elle unge­wisse Situa­tion und auf die Bedürf­nisse aller Sta­tus­grup­pen Rück­sicht nimmt. So sei z.B. eine Ver­kür­zung der Semes­ter­wo­chen­zahl vor allem für die pro­jekt­ge­bun­de­nen Stu­di­en­gän­gen ver­hee­rend und eine Ver­schie­bung des Semes­ters in die Semes­ter­fe­rien ver­hin­dere bei­spiels­weise nicht nur das Aus­üben von Feri­en­jobs son­dern auch die Wahr­neh­mung ter­mi­nier­ter Prak­tika, Eras­mus-Auf­ent­halte etc.

„Es ist erschre­ckend, wie viele Hoch­schu­len in Deutsch­land bei digi­ta­ler Hoch­schul­lehre hin­ter­her­hin­ken. Nun alle Ver­an­stal­tun­gen erst ein­mal online statt­fin­den zu las­sen, ist zusätz­lich bei vie­len vor allem prak­ti­schen Semi­na­ren und Kur­sen ein­fach nicht mög­lich. Dies führe dann auf­grund der unglei­chen Rah­men­be­din­gun­gen zu erheb­li­chen Bil­dungs­nach­tei­len und fällt ein­deu­tig zu Las­ten der Studierenden.“

Ein Opti­ons­se­mes­ter sei die ein­zig ver­nünf­tige Alter­na­tive, um über­all eine gleich sta­bile und hoch­wer­tige Hoch­schul­lehre mit den gerings­ten wirt­schaft­li­chen und sozia­len Nach­tei­len für Stu­die­rende zu gewähr­leis­ten. Auch bei einem Über­gang von Bache­lor- zu Mas­ter­stu­di­en­gän­gen sieht Shev­chenko bei einem Opti­ons­se­mes­ter keine unüber­wind­ba­ren Pro­bleme: „Wie über­all in der Wirt­schaft oder Gesell­schaft wird sich auch die Wis­sen­schaft der aktu­el­len Situa­tion anpas­sen müs­sen und sicher­lich nun auch in den Som­mer­se­mes­tern mehr Stu­di­en­gänge begin­nen lassen.“

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