Erklä­rung der Lan­des­vor­sit­zen­den der säch­si­schen und thü­rin­gi­schen Jusos zur gest­ri­gen Raz­zia in der Dienst­woh­nung des Jenaer Jugend­pfar­rers Lothar König.

Tino Bucksch, Lan­des­vor­sit­zen­der der Jusos Sach­sen: „Es ist unglaub­lich, wie es die säch­si­sche Poli­zei und Staats­re­gie­rung schafft, der trau­ri­gen Geschichte zur „säch­si­schen Demo­kra­tie“ immer wie­der ein neues Kapi­tel hin­zu­zu­fü­gen. Über­zo­gene Poli­zei­ge­walt am 19. Februar, Raz­zien in Par­tei- und Anwalts­bü­ros, Mil­lio­nen aus­spio­nierte Han­dy­da­ten und nun auch noch Raz­zien in Kir­chen­räu­men in frem­dem Hoheits­ge­biet ohne Amts­hil­fe­ge­such. Den Aus­wüch­sen der „säch­si­schen Demo­kra­tie“ muss poli­tisch Ein­halt gebo­ten wer­den. Die Behör­den vor Ort haben sich in ihrer Hexen­jagd verselbstständigt.“

Ohne Wis­sen des Thü­rin­ger Innen­mi­nis­te­ri­ums waren am gest­ri­gen Mitt­woch säch­si­sche Poli­zei­be­amte in die Dienst­woh­nung des Jenaer Jugend­pfar­rers ein­ge­drun­gen, der am 19. Februar in Dres­den seel­sor­ge­risch tätig war und sich seit Jah­ren für Inte­gra­tion sozial benach­tei­lig­ter Jugend­li­cher engagiert.

Diana Leh­mann, Vor­sit­zende der Jusos Thü­rin­gen, dazu: „Wir for­dern die Thü­rin­ger Behör­den auf, die­sen Vor­gang kri­tisch zu durch­leuch­ten. Wenn säch­si­sche Poli­zei­ein­hei­ten in ande­ren Bun­des­län­dern wüten und ihren zwei­fel­haf­ten Stil so wei­ter­tra­gen, ist das mehr als bedenk­lich. Wir dür­fen uns das nicht bie­ten las­sen, in Thü­rin­gen soll zivil­ge­sell­schaft­li­ches Enga­ge­ment geför­dert wer­den. Säch­si­sche Ver­hält­nisse gefähr­den die­ses und kri­mi­na­li­sie­ren legi­ti­men Wider­stand gegen Nazis.“

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