Die Thü­rin­ger Jusos kri­ti­sie­ren die For­de­run­gen des CSU-Gene­ral­se­kre­tärs Dob­rindt nach einem Ver­bot der Links­par­tei. Die­ser For­de­rung hatte sich zuletzt die Junge Union Thü­rin­gen angeschlossen.

Diana Leh­mann, Lan­des­vor­sit­zende des SPD-Nach­wuch­ses, sagt dies­be­züg­lich: „Es ist unfass­bar, mit welch wider­li­chen Metho­den die Junge Union von der Untä­tig­keit ihrer eige­nen Par­tei im Kampf gegen den Rechts­ex­tre­mis­mus in Thü­rin­gen abzu­len­ken ver­sucht.“ Thü­rin­gen hat nach­weis­lich kein Pro­blem mit Links­ex­tre­mis­ten, son­dern ist, wie zahl­rei­che neo­na­zis­ti­sche Ver­an­stal­tun­gen zei­gen, inzwi­schen zu einem fes­ten Anlauf­punkt für Mit­glie­der der rech­ten Szene gewor­den. Der Fokus der Auf­merk­sam­keit muss sich des­halb auf die­ses Pro­blem richten.

Erst am ver­gan­ge­nen Sams­tag zeig­ten mehr als 1000 Demons­tran­ten in Gera, dass sie es nicht tole­rie­ren, wenn sich Faschis­ten in Thü­rin­gen breit machen. Diana Leh­mann erklärt dazu: „Ste­fan Gruh­ners offen­sicht­li­che Nähe zum Rechts­po­pu­lis­mus ist äußerst bedenk­lich und seine infa­men Aus­sa­gen ent­wer­ten das Enga­ge­ment vie­ler Thü­rin­ger gegen brau­nes Gedan­ken­gut.“ Gleich­zei­tig kri­ti­siert sie die damit ver­bun­de­nen Ver­glei­che zur NPD: „Die men­schen­ver­ach­ten­den Ein­stel­lun­gen, wel­che die NPD pro­pa­giert sind nicht gleich­zu­set­zen mit der For­de­rung nach eine gerech­te­ren und ega­li­tä­re­ren Vor­stel­lung von der Gesell­schaft, auch wenn dies die Über­win­dung des Kapi­ta­lis­mus bedeutet.“

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