Anlässlich des Internationalen Holocaustgedenktages erinnert Diana Lehmann, Landesvorsitzende der Jusos Thüringen, an die Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur. Der SPD-Nachwuchs macht darauf aufmerksam, dass diese Vergangenheit uns auch heute noch Mahnung sein muss, wenn es um die Auseinandersetzung mit rechter Gewalt und rechten Strukturen geht.

Die Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur und deren breite Duldung und Unterstützung in der damaligen deutschen Gesellschaft sind in ihrem historischen Ausmaß einzigartig. Diese historische Schuld darf unter keinerlei Umständen in Vergessenheit geraten. Wir haben Angst vor einer Gesellschaft, die den Tabubruch zum Normalfall erhebt und wo dies in breiten Schichten mit Unterstützung bedacht wird. Auch die Einzigartigkeit der nationalsozialistischen Diktatur und die mit ihr verknüpfte, gesamtgesellschaftliche Schuld führen nicht automatisch dazu, dass die deutsche Gesellschaft toleranter wird. „Stattdessen beweisen Studien, wie der Thüringenmonitor, dass menschenfeindliche Einstellungsmuster, wie beispielsweise Antisemitismus und Rassismus, in weiten Teilen der heutigen Gesellschaft vorhanden sind“, so Diana Lehmann.

Wir wollen eine Gesellschaft, die nicht so tut, als wäre Intoleranz ein Problem Weniger, die am Rand der Gesellschaft stehen, sondern die beweist, dass sie in der Lage ist, menschenfeindliche Einstellungen auf allen Ebenen zu problematisieren. „Wir begreifen den Internationalen Holocaustgedenktag als Mahnung – als Mahnung daran, dass auch die menschenfeindlichsten Regime noch einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung erfahren haben. Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die alle ihre Mitglieder achtet und nicht einzelne ausschließt! Wir rufen deshalb zu einem breiten Gedenken auf, damit sich Krieg und Faschismus nicht wiederholen mögen“, so Diana Lehmann abschließend.