Leh­mann: „Wir brau­chen heute ver­läss­li­che Lösun­gen für die Regio­nen, die ab 2017 vom Fern­ver­kehr abge­han­gen werden.  Das Stand­ort­mar­ke­ting und Stand­ort­vor­teile für Jenas Wirt­schaft und Wis­sen­schaft gera­ten sonst ins Wanken.“

Die Jusos Thü­rin­gen for­dern den CDU Ver­kehrs­mi­nis­ter Chris­tian Carius auf, end­lich ver­läss­li­che Kon­zepte für eine adäquate Anbin­dung des Ost­thü­rin­ger Raums an das Fern­ver­kehrs­netz und den Bahn­kno­ten Erfurt zu prä­sen­tie­ren. „ Sechs Jahre vor der Abkop­pe­lung Ost­thü­rin­gens  vom wich­ti­gen Bahn­fern­ver­kehr scheint Herr Carius noch keine belast­ba­ren Stra­te­gien für eine ganze Region ent­wi­ckelt zu haben. Die Zeit von Gedan­ken­spie­len und Prüf­auf­trä­gen muss vor­bei sein. Wirt­schaft und Wis­sen­schaft for­dern Sicher­heit für ihre Zukunft“, kri­ti­siert die Vor­sit­zende der Jusos Thü­rin­gen, Diana Leh­mann die Vorgehensweise.

Der Aus­bau der Mitte-Deutsch­land-Ver­bin­dung steht dabei im Vor­der­grund für den SPD-Nach­wuchs und for­dert auch hier mehr glaub­haf­tes Enga­ge­ment von Herrn Carius. „Der Druck auf den Bund muss erhöht wer­den. Es muss die klare For­de­rung aus Thü­rin­gen geben: Geld für die Mitte-Deutsch­land-Ver­bin­dung oder Bau­stopp für das Bahn Pres­ti­ge­ob­jekt“ macht Diana Leh­mann die Hal­tung der SPD-Jugend­or­ga­ni­sa­tion klar.

Die Jusos-Thü­rin­gen wol­len sich auch inner­halb der SPD für einen Wan­del der Bahn­po­li­tik stark machen. Die allei­nige Fixie­rung auf Fahr­zei­ten und nicht auf Anbin­dung von Regio­nen habe ganze Regio­nen von der wirt­schaft­li­chen Dyna­mik abge­han­gen. Daher for­dern die Jusos ein Umden­ken von der Stra­te­gie einer Kor­ri­dor­bahn hin zu einer Flä­chen­bahn. Diana Leh­mann sagt dazu abschlie­ßend: „Wenn sich die Poli­tik ehr­lich ins Gesicht schaut würde heute kei­ner mehr der Neu­bau­trasse Leip­zig – Erfurt – Nürn­berg zustim­men. Der Inves­ti­ti­ons­stau bei­spiels­weise in neue Züge zur bes­se­ren Tak­tung der Mitte-Deutsch­land-Ver­bin­dung nach einem mög­li­chen Aus­bau oder die für Süd­thü­rin­gen wich­tige Wer­ra­tal­bahn hät­ten heute eine höhere Prio­ri­tät. Es gilt einen Feh­ler von damals aus­zu­ba­den und Thü­rin­gen nicht vom Fern­ver­kehr abzuhängen.“

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