Die For­de­rung nach Lohn­zu­rück­hal­tung eini­ger „soge­nann­ter“ Wirt­schafts­ex­per­ten stößt bei den Jusos Thü­rin­gen auf große Ableh­nung. „Es ist absurd, wenn die For­de­run­gen, die uns mit in die Wirt­schafts­krise hin­ein­ge­führt haben, nun als neue Lösungs­an­sätze pro­kla­miert wer­den.“, kom­men­tiert die Vor­sit­zende der Jusos Thü­rin­gen, Diana Leh­mann, den Vor­stoß der Deut­schen Indus­trie- und Han­dels­kam­mer und eini­gen Wirtschaftswissenschaftlern.

Die geringe Bin­nen­nach­frage und hohe Export­ab­hän­gig­keit ist Ergeb­nis unzu­rei­chen­der Lohn­ab­schlüsse in den ver­gan­ge­nen Jah­ren. Diese führ­ten zu Real­lohn­ver­lus­ten und einer dar­aus resul­tie­ren­den sin­ken­den Kauf­kraft. Gerade die durch die alte Bun­des­re­gie­rung beschlos­se­nen Kon­junk­tur­pa­kete hat­ten das Ziel, in kur­zer Zeit die feh­lende Kauf­kraft aus­zu­glei­chen und die Wirt­schaft zu stüt­zen. „Aus­blei­bende Lohn­er­hö­hun­gen wür­den diese Bemü­hun­gen kon­ter­ka­rie­ren und die Arbeit­neh­mer wür­den die Kos­ten der Krise tra­gen.“, so Diana Leh­mann weiter.

Statt einer Lohn­de­batte wäre es aus Sicht der Jusos Thü­rin­gen sinn­vol­ler, end­lich eine Debatte über die wirk­same Regu­lie­rung der Finanz­märkte zu füh­ren, doch weder die Ein­füh­rung einer Trans­ak­ti­ons­steuer noch einer Bör­sen­um­satz­steuer ste­hen auf der Tages­ord­nung der schwarz-gel­ben Koalition.

Abschlie­ßend äußerte sich Diana Leh­mann sehr besorgt um die Situa­tion in Thü­rin­gen: „Gerade die gerin­gen Löhne in Thü­rin­gen sind Grund für die hohe Abwan­de­rungs­zahl vie­ler Men­schen. Wir brau­chen jetzt ein Thü­rin­ger Ver­ga­be­ge­setz, das einen Min­dest­lohn bei öffent­li­chen Auf­trä­gen garan­tiert. Thü­rin­gen muss ein Gegen­ent­wurf zur fal­schen Poli­tik der Bun­des­re­gie­rung sein.“

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