Am letzten Wochenende tagte in Gera die diesjährige Juso-Landeskonferenz. Etwa 80 Delegierte und Gäste diskutierten gemeinsam unter anderem über Arbeits- und Sozialpolitik, Bildung und Antifaschismus.

Als Gäste waren unter anderem der Landesvorsitzende der SPD Christoph Matschie, der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig sowie die Thüringer Sozialministerin Heike Taubert anwesend.>

Zentrale Debatten gab es um die Erneuerung des Bildungssystems. Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule ist man in Thüringen auf dem richtigen Weg. „Langfristig wird man jedoch an der Abschaffung der Gymnasien nicht vorbei kommen. Es ist auch unsere Aufgabe für dieses Projekt zu werben, es ist Aufgabe der SPD sich für die erforderlichen verfassungsrechtlichen Veränderungen einzusetzen“, so Diana Lehmann, Landesvorsitzende der Jusos Thüringen.

Außerdem wurden Ziele sozialdemokratischer Arbeitsmarktpolitik neu definiert. Ziel ist eine vollständige Neuausrichtung in der Arbeitsmarktpolitik. Dabei werden eine armutsfeste, sanktionsfreie Mindestsicherung, Arbeitszeitverkürzung und der Öffentliche Beschäftigungssektor einen wichtigen Stellenwert einnehmen. „Das Landesarbeitsmarktprogramm darf den Kürzungen auf Landesebene nicht zum Opfer fallen. Die Integration von Menschen auf dem Arbeitsmarkt muss öffentliche Aufgabe sein, wenn diese auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance mehr haben“, so Diana Lehmann weiter.