Einige Masterstudiengänge, darunter etwa Psychologie, BWL, Interkulturelles Kommunikationsmanagement und Molekulare Medizin an der Friedrich Schiller Universität in Jena, sind gefragt wie nie, doch statt eines Ausbaus des Studienangebotes soll es in Thüringen nun Zulassungsbeschränkungen geben.

“Über ein hervorragend angenommenes Angebot sollte man sich eigentlich freuen und nicht versuchen es zu begrenzen”, kritisiert Manuela Lovric, Landeskoordinatorin der Juso Hochschulgruppen, die geplanten Zulassungsbeschränkungen bei Masterstudiengängen.

Nach dem Bachelor muss es den Studierenden möglich sein zu entscheiden, ob sie direkt in das Berufsleben einsteigen möchten oder ob das erworbene Wissen im Master vertieft werden soll. “Statt einer unbegründeten Beschränkung des Studienangebotes brauchen wir dringend einen Ausbau von Studienplätzen. In gute Bildung muss investiert werden”, so Manuela Lovric weiter, “Die Juso Hochschulgruppen Thüringen fordern deshalb: Studienplatzgarantie für alle Masterstudiengänge, zunehmender Konkurrenzdruck darf kein Motor für gute Bildung sein!”

Die Hochschullandschaft Thüringen muss wieder gestärkt werden. “Die Zeiten der stiefmütterlichen Behandlungen der Thüringer Hochschulen müssen ein Ende haben. Viele Studierende zieht es nach Thüringen und genau dieses Potenzial an jungen Menschen muss ausgeschöpft werden. Gerade wenn die Thüringer Hochschulen weiter attraktiv bleiben wollen, muss eine Studienperspektive , auch über den Bachelor hinaus gegeben werden. Eine Zulassungsbeschränkung bei Masterstudiengängen wirkt dabei kontraproduktiv”, bekräftigt Manuela Lovric die Forderung abschließend.