In die­sem Jahr ist es 40 Jahre her, dass die Jusos ihr ers­tes Kom­mu­nal­po­li­ti­sches Pro­gramm ver­ab­schie­de­ten. Um die­sen Anlass zu fei­ern und um Per­spek­ti­ven für die Kom­mu­nal­po­li­tik im 21. Jahr­hun­dert auf­zu­zei­gen, ver­an­stal­te­ten die Jusos Thü­rin­gen am 14. Mai einen Kom­mu­nal­po­li­ti­schen Kon­gress in Erfurt. Der Ein­la­dung folg­ten neben zahl­rei­chen Spit­zen­ge­nos­sen auch 50 Jusos aus dem gesam­ten Bundesland.

Nach einer kur­zen Ein­füh­rung durch die Lan­des­vor­sit­zende der Thü­rin­ger Jusos, Diana Leh­mann, redete Mat­thias Hey, kom­mu­nal­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD Land­tags­frak­tion, zum inter­es­sier­ten Publi­kum. Dabei stellte er beson­ders her­aus, wie loh­nens­wert und wich­tig das Enga­ge­ment jun­ger Men­schen in der Kom­mu­nal­po­li­tik ist. Den Zuhö­rern wird dabei beson­ders die scherz­hafte Meta­pher, von Kom­mu­nal­po­li­tik als süch­tig machende Droge, im Gedächt­nis geblie­ben sein. Im Anschluss daran hielt Bernd Schee­len, Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges und Kom­mu­nal­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Bun­des­tags­frak­tion, ein Eröff­nungs­re­fe­rat, in wel­chem er die Wich­tig­keit der Kom­mu­nal­po­li­tik betonte und die Berüh­rungs­punkte mit der Bun­des­po­li­tik dar­stellte. Im Anschluss bestand die Mög­lich­keit zu Rück­fra­gen und es ent­wi­ckelte sich eine rege Dis­kus­sion. In sei­nem Resü­mee betonte Bernd Schee­len aus­drück­lich, dass es des Enga­ge­ments der Jusos auf allen poli­ti­schen Ebe­nen bedürfe und dass der Lan­des­ver­band der Jusos Thü­rin­gen dafür ein gut orga­ni­sier­tes Bei­spiel darstelle.

Nach einer Mit­tags­pause und der Mög­lich­keit zu per­sön­li­chen Gesprä­chen wurde der Kon­gress in einer zwei­stün­di­gen Work­shop-Phase fort­ge­setzt. Dabei wur­den zu den The­men Kom­mu­nale Kul­tur­po­li­tik, Regio­nale Bil­dungs­land­schaf­ten und Kin­der- und Jugend­po­li­tik aus kom­mu­na­ler Sicht infor­ma­tive Ein­gangs­re­fe­rate gebo­ten. Im Anschluss daran wur­den in allen Work­shops frucht­bare Debat­ten geführt. Auch an die­ser Stelle wurde wie­der deut­lich, dass auch das Enga­ge­ment vor Ort sehr viel­fäl­tig aus­se­hen kann und das es prak­tisch für alle poli­ti­schen Inter­es­sen­fel­der auch Ansätze in der Kom­mu­nal­po­li­tik gibt.

Zum Abschluss des Kon­gres­ses fand eine Podi­ums­dis­kus­sion mit dem Lan­des­vor­sit­zen­den der SPD Thü­rin­gen, Chris­toph Mat­schie, statt. Dabei wur­den Per­spek­ti­ven der Kom­mu­nal­po­li­tik erläu­tert und her­aus­ge­stellt, worin der sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Kern­in­halt kom­mu­nal­po­li­ti­scher Arbeit besteht.

Ins­ge­samt wurde der Kon­gress von allen Betei­lig­ten als vol­ler Erfolg gewer­tet. So sorg­ten vor allem die hohe Teil­neh­mer­zahl und die zahl­reich vor­han­de­nen Betei­li­gungs­mög­lich­kei­ten dafür, dass der Kon­gress immer span­nend blieb. Es wurde deut­lich, dass Kom­mu­nal­po­li­tik kein Feld ist, das man den ande­ren über­las­sen darf, sodass auch das aus­ge­prägte Enga­ge­ment vie­ler Jusos in der Kom­mune gewür­digt wurde.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.