Anläss­lich des in Eisen­ach statt­fin­den­den Bur­schen­ta­ges der Deut­schen Bur­schen­schaft, bekräf­tig­ten die Thü­rin­ger Jusos ihre Kri­tik am Dach­ver­band der Bur­schen­schaf­ten sowie an den stu­den­ti­schen Ver­bin­dun­gen. Zen­tra­ler Kri­tik­punkt ist dabei der Ver­such kon­ser­va­ti­ver Ver­bin­dun­gen einen Abstam­mungs­nach­weis in die Sat­zung des Ver­ban­des zu übernehmen.

Der Vor­stoß sieht vor, das ursprüng­lich gel­tende Kri­te­rium der deut­schen Staats­bür­ger­schaft um einen Abstam­mungs­nach­weis zu erwei­tern. Dies hat zur Folge, dass bei­spiels­weise Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund von der Mit­glied­schaft aus­ge­schlos­sen sind. „Wer jetzt noch nicht ver­stan­den hat, welch men­schen­ver­ach­ten­des Gedan­ken­gut in stu­den­ti­schen Ver­bin­dung all­täg­lich ist, der ist ent­we­der auf bei­den Augen blind oder igno­rant“, so Diana Leh­mann, Lan­des­vor­sit­zende des SPD-Jugend­ver­ban­des. „Die aktu­el­len Vor­gänge inner­halb der Bur­schen­schaf­ten zei­gen klare Bezüge zum dun­kels­ten Kapi­tel der deut­schen Geschichte. Offen­sicht­lich ist die „Rein­hal­tung des deut­schen Blu­tes“ noch immer ein zen­tra­les Anlie­gen der Ver­bin­dun­gen. Damit wer­den klare Anlei­hen aus der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ideo­lo­gie sicht­bar“, so Leh­mann weiter.

Die Jusos Thü­rin­gen for­dern die SPD auf, den Unver­ein­bar­keits­be­schluss zwi­schen einer Mit­glied­schaft in der SPD und denen im Dach­ver­band der Deut­schen Bur­schen­schaft orga­ni­sier­ten Ver­bin­dun­gen zu erneu­ern. Die Grund­werte der Sozi­al­de­mo­kra­tie sind mit sol­chen men­schen­ver­ach­ten­den Denk­wei­sen nicht vereinbar.

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