Anlässlich der heute um 14 Uhr unter dem Motto „Für die Beendigung der menschenunwürdigen Zustände im Asylberberheim Katzhütte“ stattfindenden Kundgebung erklären die Juso-Bundesvorsitzende Franziska Drohsel und der Landesvorsitzende der Thüringer Jusos Peter Metz:

Seit mehreren Monaten wenden sich die Flüchtlinge in Katzhütte (Thüringen) gegen die schlechten Lebensbedingungen. Die Baracken sind isoliert und von Schimmel befallen. Trotz breiter Proteste wurde Katzhütte noch nicht geschlossen.

Wir unterstützen als Jusos das Anliegen der Kundgebung und die Forderungen der Flüchtlinge. Die Zustände in Katzhütte sind menschenunwürdig. Wir fordern die sofortige Schließung sowie die dezentrale Unterbringung der Betroffenen in ihren Landkreisen.

Wir appellieren insbesondere an die verantwortliche Landrätin Marion Philip aus der SPD, endlich im Sinne der Flüchtlinge aktiv zu werden.

In bundespolitischer Hinsicht werden wir uns auch weiterhin dafür engagieren, dass die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl wieder rückgängig gemacht wird. Die Realität für Flüchtlinge in diesem Land sind mit der Unterbringung in menschunwürdigen Massenunterkünften, einer kaum vorhandenen Existenzsicherung und entwürdigenden Regelungen wie der Residenzpflicht oder der Versorgung von Flüchtlingen mit Gutscheinen statt Bargeld mehr als kritisch. Wir werden weiterhin gegen diese Regelungen protestieren und für ein menschenwürdiges Leben von Flüchtlingen in diesem Land kämpfen.