
Was passiert, wenn demokratische Strukturen schwächeln und rechte Kräfte gezielt Machtpositionen übernehmen?
Thüringen war bereits in den 1920er Jahren ein Vorreiter rechter Einflussnahme:1925 wurde hier der erste NSDAP-Innenminister Deutschlands vereidigt. Dies geschah damals umittelbar nachdem es im Land ein von der Sozialdemokratie vorangetriebenes groß angelegtes republikanisches Reformprojekt und eine Arbeiterregierung (bestehend aus Sozialdemokraten und Kommunisten) gegeben hatte. Das stimmt nachdenklich: Wie war es möglich, dass sich innerhalb von kürzester Zeit die Machtverhältnisse derart nach rechts verschoben? Wie reagierten die Thüringer Arbeiterbewegung und die Sozialdemokratie in dieser entscheidenden Situation?
Annika von den Falken Erfurt und der Projektgruppe „Erfurt im Nationalsozialismus“ gibt einen spannenden Input zur Geschichte Thüringens in der Weimarer Republik: Wie wurde der Weg in den Faschismus bereitet – und was sagt uns das als Sozialist*innen und Sozialdemokrat*innen heute? Gemeinsam wollen wir diskutieren, was es daraus für das eigene politische Handeln abzuleiten gilt – für unseren Widerstand gegen Rechts im Jahr 2025.



