Unsere Projekte

Projekt Internationales

Die Jusos sind ein linker internationalistischer Jugendverband und daher müssen wir eine linke Friedenspolitik diskutieren, mit der auf real existierende Konflikte reagiert werden kann. Vor dem Hintergrund der Stimmungslage in der Bevölkerung, die zunehmend in nationale Deutungsmuster und Wertvorstellungen zurückfällt, soll das internationalistische Verständnis der Jusos in Thüringen wieder stärker in den Vordergrund gerückt werden. Das Friedens, Freiheits- und Wohlstandsprojekt Europa ist durch die Finanzmarktkrise schwer erschüttert worden. Auch andere Krisenherde der Welt stellen die staatliche Gemeinschaft vor neue Herausforderungen. Herkömmliche Deutungs- und Wertmuster außenpolitischen und globalen Handelns sind ins Wanken geraten. Konflikte haben sich hinsichtlich der handelnden Akteuer*innen, politischen Ziele und Interessen gewandelt. Knappe Ressourcen und soziale Missstände lassen neue Konfliktherde entstehen, die mit unsicheren Lebensverhältnissen für die jeweilige Bevölkerung verknüpft sind. Unsere Utopie ist auch weiterhin eine Welt ohne Konflikte, ohne Grenzen und ohne Armeen. Im 21. Jahrhundert müssen wir uns aber der Realität stellen und linke Antworten auf die Herausforderungen internationaler Konflikte finden.

Wir wollen globale Herausforderungen diskutieren und linke Antworten finden auf die Frage, wie Friedenspolitik im 21. Jahrhundert gestaltet werden kann. Die inhaltliche Arbeit des AK „Linke Friedenspolitik“, der im letzten halben Jahr an diesen Themen gearbeitet hat, wollen wir daher fortführen und gemeinsam mit dem SPD Landesverband Thüringen verstetigen.

Verantwortlich: Romy Arnold, Konstantin Petry und Louisa Klopfleisch


Projekt Arbeit, Wirtschaft und Wohlstand

Der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit ist für Jungsozialist*innen weiterhin eines der wichtigsten Themen. In dem Projekt „Arbeit, Wirtschaft, Wohlstand“ möchten wir als Jusos Thüringen gemeinsam über sozialistische Ideen für die Wirtschaft der Zukunft diskutieren. Als sozialistischer Verband sind für uns Themen, wie die globale Ungleichverteilung von Wohlstand, der Wandel in der Arbeitswelt, der Schluss der Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, die Aufwertung von sozialen Berufen, sowie der Care-Arbeit und das Wirtschaften in der globalisierten Welt von großer Bedeutung. Wir stellen unser heutiges Wirtschaftssystem in Frage und erarbeiten Alternativen. Auch die Haushaltspolitik steht im Fokus unserer Arbeit. Wir wollen uns mit der Einnahme – und Ausgabepolitik beschäftigen und dahingehend, im Sinne von sozialer Gerechtigkeit, unsere Forderungen laut machen.

Verantwortlich: Oleg Shevchenko, Daniel Iliev und Konrad Erben


Projekt Solidarische Gesellschaft

Wir streiten für eine Gesellschaft, in der alle Menschen ungeachtet ihrer sozialen und ökonomischen Herkunft, ihres Migrationshintergrundes oder der Nationalität,  die in ihrem Pass steht, ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer sexuellen Orientierung und Identität und ihrer Behinderung oder gesundheitlichen Beeinträchtigung die gleichen Chancen haben sollten. Wir streben eine tolerante und vielfältige Gesellschaft an, in der Individuen ihr Leben so gestalten können, wie sie es möchten.

Die Jusos Thüringen begreifen sich als feministischen Richtungsverband. Feminismus ist für uns die Überzeugung, dass alle Menschen unabhängig ihres Geschlechts die gleichen Chancen in allen Lebensbereichen haben sollten. Handlungsbedarf sehen wir z.B. in der Unterbezahlung „typisch weiblicher“ Berufe wie der Pflege oder Kindererziehung, dem nach wie vor hohen Gender-Pay-Gap oder der immer noch restriktiven Gesetzgebung hinsichtlich des Selbstbestimmungsrechts von Frauen* über ihren eigenen Körper.

Thüringen bereichern inzwischen Menschen verschiedenster Herkunft. Als Migrationsgesellschaft begegnen uns Herausforderungen an Politik und Zivilgesellschaft, an deren Lösungen wir konstruktiv und stets im Austausch mit Migrationsverbänden und Flüchtlingsorganisationen mitarbeiten wollen. Wo immer Nazis und „besorgte Bürger*innen“ aufmarschieren und gegen Flüchtlinge hetzen, werden wir vor Ort sein und ihnen entgegentreten.

Zu einer solidarischen Gesellschaft gehören Demokratie und Teilhabe. Wir wollen eine bessere Einbindung der Bürger*innen in politische Prozesse, jenseits von simplen ja-nein-Volksentscheiden und unter Berücksichtigung asymmetrischer Wissens-, Kapital- und Einflussressourcen.

Die sozialen und territorialen Räume, in denen wir agieren, weiten sich in der globalisierten Welt immer weiter aus. Mobilität wird damit zu einer der bestimmenden sozialen Determinanten. Auch in Thüringen spielt es eine große Rolle, wo ein Mensch wohnt, wenn es um die Frage geht, ob er oder sie Arbeit findet, soziale und kulturelle Angebote in Anspruch nehmen oder sich politisch betätigen kann.

Die Digitalisierung stellt eine Chance für Bildung und Selbstbestimmung dar. Doch eine positive Entwicklung der Digitalisierung zum Wohle der Gesellschaft ist kein Selbstläufer, sondern bedarf einer kritischen Auseinandersetzung.

Wir treten für eine progressive, akzeptierende Drogenpolitik ein, die sich von der Kriminalisierung der Konsument*innen abwendet und den Nutzer*innen einen Anspruch auf Beratung und Ausstiegsmöglichkeiten gewährt und trotzdem Aufklärungs- und Präventionsarbeit leistet.

Verantwortlich: Rosa Schererz und Marc Emmerich