Azubi-Ticket: Rot-Rot-Grüne Jugendverbände fordern rasche Einführung

Pressemitteilung der Jusos Thüringen

Erfurt, den 12.04.2017

Azubi-Ticket ist zentrale Forderung an Rot-Rot-Grüne Landesregierung:

Rot-Rot-Grüne Jugendverbände fordern rasche Einführung

Die rot-rot-grünen Jugendverbände fordern die rasche Einführung eines kostengünstigen und landesweit gültigen Azubi-Tickets. Sie unterstreichen, dass die Einführung eines Azubi-Tickets eine der zentralen Forderungen an die rot-rot-grüne Landesregierung ist, an welcher  insbesondere junge Menschen den Gestaltungswillen von R2G messen werden. Bei einem Fachgespräch der Thüringer Jugendverbände mit dem Staatssekretär des Infrastrukturmniseriums, Klaus Sühlam 7. April 2017, unterstrichen Linksjugend [`solid] Thüringen, Jusos Thüringen und GRÜNE JUGEND Thüringen diese Forderung.

Die drei politischen Jugendverbände sind der festen Überzeugung, dass gerade der ländlich geprägte Raum in Thüringen auf eine kostengünstige und landesweite Beförderungsmöglichkeit für Auszubildende angewiesen ist. Sonst werden junge Menschen über kurz oder lang gezwungen sein, aus dem ländlichen Raum wegzuziehen. Hier sind auch die kommunalen (Verkehrs-)Politiker*innen gefragt, im Sinne der jungen Generation zu agieren. Ein landesweites Azubi-Ticket, das den ländlichen Raum nicht vergisst, muss eine deutliche finanzielle Entlastung für Auszubildende mit sich bringen.

Die drei politischen Jugendverbände sind enttäuscht, dass das die Einführung des sogenannten Azubitickets nur schleppend voran geht und in mehreren Phasen erfolgen muss. Die aktuelle Planung sieht dabei als erste Phase die Änderung des Schulfinanzierungsgesetzes vor mit dem Ziel, eine Schulwegefreiheit für Auszubildende zu gewährleisten.

Saskia Scheler, Landesvorsitzende der Jusos Thüringen erklärt hierzu: „Wir erwarten für die Zukunft mindestens eine belastbare und über die erste Phase hinausreichende Konzeption, um ein kostengünstiges und flächendeckendes Ticket für Auszubildende und Freiwilligendienstleistende einführen zu können. Die vorgeschlagene Änderung des Schulfinanzierungsgesetzes ist ein großer, aber noch nicht ausreichender Schritt. Hierbei wird lediglich der Reiseweg vom Wohnort zur Berufsschule kostenlos. Dies reicht aber noch nicht aus!“

Georg Buder von der Linksjugend [`solid] Thüringen ergänzt:

„Die Schulwegfreiheit kann nicht die Kosten vom Wohnort zum Ausbildungsort bzw. den Weg zu Ergänzungslehrgängen im Rahmen der Berufsausbildung abdecken. Dies sollte aber auch gar keine Aufgabe der öffentlichen Hand, sondern der Arbeitgeber*innen sein. Sie profitieren am meisten davon.“ Aus Sicht der rot-rot-grünen Jugendverbände sind die Arbeitgeber*innen in der Pflicht, für gute Berufs- und Ausbildungsbedingungen zu sorgen und sollten sich daher auch an der Finanzierung des Azubi-Tickets beteiligen. „Dies ist spätestens nach dem Abschluss der Pilotphase (1. Phase, Schulwegefreiheit) notwendig, notfalls über eine Änderung des Kammergesetzes“, so Georg Buder von Solid weiter.

Fabian Gabriel von der Grünen Jugend Thüringen fordert abschließend: „Mobilität von jungen Menschen kann aber nicht nur die Aufgabe des Landes oder der Arbeitgeber*innen sein. Die Einführung eines Azubi-Tickets hätte deutlich bessere Chancen mit einem einheitlichen Verkehrsverbund für Thüringen. Dessen Gründung unterstützen wir ausdrücklich. Hier sind insbesondere die Landrät*innen und Kommunalpolitiker*innen angehalten, die jugendfeindliche Blockadehaltung zu beenden.“ Die Gründung eines einheitlichen Verkehrsverbundes für Thüringen darf dabei aber nicht als Argument genutzt werden, um die Einführung des Azubi-Tickets zu verzögern.

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